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20. September 2019

Woche des Hörens 2019 gemeinsam besser hören: bei Hördefiziten sind auch die Mitmenschen gefragt.

Woche des Hörens 2019  gemeinsam besser hören: bei Hördefiziten sind auch die Mitmenschen gefragt.

(Mynewsdesk) FGH, 2019 – „Hörprobleme gehen alle an!“ Darauf verweist die Fördergemeinschaft Gutes Hören mit der diesjährigen Woche des Hörens vom 23. bis 28. September, um gutes Hören zu einer gemeinsamen Sache für alle Beteiligten zu machen. Denn schließlich gibt es nicht nur die Perspektive derjenigen, die schlecht verstehen, sondern auch die der Gesprächspartner, die sich fragen, ob und warum sie nicht verstanden werden. In diesen Situationen fühlen sich Menschen mit Hörminderungen nicht selten ausgegrenzt und allein gelassen, während sich auf der anderen Seite das soziale Umfeld mit der Zeit ungeduldig abwendet oder die Betroffenen bevormundet.

Wie Hördefizite auf Partner, Angehörige und Freunde wirken, das haben Wissenschaftler der University of Nottingham untersucht*. Während gelegentliche Kommunikationsstörungen meistens schnell geklärt und nicht weiter beachtet werden, sieht es ganz anders aus, wenn sich die Missverständnisse häufen. Dann beginnen Mitmenschen ihr eigenes Verhalten und den Umgang mit den Betroffenen auf die neue Situation anzupassen. Dazu zählt lautes und deutliches Sprechen, um ständiges Nachfragen zu vermeiden. Vorsorglich wird auf Telefon- oder Türklingeln hingewiesen und Radio, Fernsehen und Musik werden aus Solidarität viel lauter eingestellt als nötig.

Nahestehende Mitmenschen stellen sich darauf ein, für die schwerhörigen Angehörigen mitzuhören. Das ist gut gemeint, hilft allen Beteiligten aber nicht weiter. Denn die Höranstrengungen werden dadurch nicht behoben. Stattdessen gerät das unterstützende Umfeld selbst in stressige Situationen, während für die Betroffenen die Kommunikationshindernisse abgefedert und verharmlost werden. Das ist ein wichtiger Grund, warum viele Menschen länger als nötig mit einer Hörgeräteversorgung warten. Die britischen Forscher raten deshalb auch dazu, die Angehörigen in die Behandlung miteinzubeziehen, da sie den Hörakustiker mit wertvollen Informationen unterstützen können. Somit werden Akzeptanz, Rehabilitation und Gewöhnung an die Hörtechnologie teilweise erheblich erleichtert und verbessert.

Diese Zusammenhänge untermauern auch Umfrageergebnisse der Eurotrak Studie 2018**, die in regelmäßigen Abständen im Auftrag der Europäischen Vereinigung der Hörgerätehersteller (EHIMA) erstellt wird. Denn im Gegensatz zur hohen Akzeptanz von Hörgeräteträgern (84% fühlen sich positiv von ihrem Umfeld angenommen), werden unbehandelte Hördefizite von den Mitmenschen kritisch gesehen und auch angesprochen. Rund jeder dritte Betroffene war gelegentlich oder regelmäßig Hänseleien aus seinem Umfeld ausgesetzt, weil die Kommunikation einseitig und unnötig erschwert ist.

Auf der anderen Seite stellen 60% der Nutzer von Hörsystemen rückblickend fest, dass sie den Schritt zum Hörakustiker schon viel früher hätten machen sollen. Die genannten Gründe sprechen für sich: 72% der Befragten schätzen die verbesserte Kommunikation und den sozialen Austausch mit anderen Menschen. 52% heben überdies ihre stabilere mentale Verfassung und höhere emotionale Ausgeglichenheit hervor. Und das gilt mit Sicherheit auch für die Mitmenschen, die in dieser Umfrage allerdings nicht befragt wurden.

Die Woche des Hörens ist eine gute Gelegenheit, sich ein paar Minuten Zeit für das Gehör zu nehmen und einen Hörtest zu machen – allein, zu zweit oder in der Gruppe. Die Beratung und der Hörtest bei einem Hörakustiker ist der perfekte Schritt, wenn es häufiger vorkommt, dass Hören und Verstehen nicht mehr reibungslos funktionieren. Die Initiative sollte dabei von den Betroffenen wie auch von Partnern, Angehörigen und Freunden bzw. idealerweise allen zusammen ausgehen, denn es geht um das harmonische Miteinander.

Als Hörexperten vor Ort stehen allen Interessierten – auch über die Woche des Hörens hinaus – bundesweit die FGH Partnerakustiker zur Verfügung. Sie bieten das gesamte Leistungsspektrum der Hörakustik vom kostenlosen Hörtest über Gehör- und Lärmschutz, Hörgeräteanpassung inklusive Nachsorge und Service an. Die FGH Partner informieren außerdem über neueste Trends und technische Entwicklungen auf dem Gebiet der Hörakustik. Zu erkennen sind sie am Ohrbogen mit dem Punkt. Einen Fachbetrieb in der Nähe findet man unter  www.fgh-info.de

Quellen:

*) https://www.nottingham.ac.uk/news/pressreleases/2017/october/is-your-partner%27s-hearing-loss-driving-you-mad.aspx

**) https://www.bvhi.org/hoerhilfen-werden-vom-umfeld-akzeptiertschlechtes-hoeren-aber-nicht/#more-5123

Verwendung und Nachdruck des Textes honorarfrei mit Quellennachweis: „FGH“

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Fördergemeinschaft Gutes Hören

Bessere Kommunikation und mehr Lebensqualität durch moderne Hörakustik – die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert bundesweit und vermittelt Hörexperten

Deutschlandweit gehen Experten von rund 15 Millionen Menschen aus, die nicht mehr einwandfrei hören. Wer aktiv etwas dagegen unternimmt, kann ohne größere Einschränkungen am täglichen Leben, das von Hören und Verstehen geprägt ist, teilnehmen. Tatsächlich sind es aber nur rund 3 Millionen Menschen, die mit der modernern Hörakustik ihre Höreinschränkungen kompensieren.

Das sind viel zu wenig, sagen einstimmig die Fachleute aus Medizin und Hörakustik. Denn ein eingeschränktes Hörvermögen bleibt für die Betroffenen meistens nicht ohne Folgen. Die häufigen Missverständnisse führen zu Konflikten und schließlich zu Stress und Versagensängsten. Die Ursachen liegen in den meisten Fällen in schleichenden Verschleißerscheinungen des Innenohres. Diese lassen sich mittels moderner Hörakustik kompensieren.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) betreibt deshalb im Rahmen gesundheitlicher Vorsorge bundesweit Aufklärungsarbeit über gutes Hören und organisiert zusammen mit ihren Partner-Akustikern Informations- und Hörtest-Aktionen. Die FGH versteht sich als Ratgeber für Menschen mit Hörminderungen und deren Angehörige sowie für alle Menschen, die an gutem Hören interessiert sind. Auch für Fachleute und Journalisten ist die FGH eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um Informationen rund ums Hören und um die Hörakustik geht.

Freiwillige Mitglieder in der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind deutschlandweit rund 1.500 Meisterbetriebe für Hörakustik. Das gemeinsame Ziel der FGH Partner ist es, Menschen mit Hörproblemen wieder zu gutem Hören zu verhelfen. Voraussetzung dafür ist die Stärkung des Hörbewusstseins in der Öffentlichkeit. Dazu zählt auch die Bedeutung guten Hörens für die individuelle Lebensqualität. Wer gut hört, kann aktiv und ohne Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Hören bedeutet nicht nur besser verstehen, sondern auch besser leben.

Das große Hörportal http://www.fgh-info.de bietet einen umfassenden Überblick zum Thema. Dort können auch weiterführende Informationen bestellt und schnell ein FGH Partner in Wohnortnähe gefunden werden. So einzigartig wie das Hören des Einzelnen, so individuell ist auch die persönliche Beratung. Wer sich für gutes Hören und die moderne Hörsystemanpassung interessiert, sollte das Gespräch mit seinem FGH Partner suchen. Die Mitgliedsbetriebe der Fördergemeinschaft stehen für eine große Auswahl von Hörlösungen, faire und umfassende Beratung und höchste Qualität. Die Partnerbetriebe der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind am gemeinsamen Zeichen, dem Ohr-Symbol zu erkennen.

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Seehofer-Pläne zur Seenotrettung: Wichtiges Zeichen für europäische Migrationspolitik

„Aufnahme der geretteten Menschen ist humanitäre Selbstverständlichkeit“

Stuttgart, 20. September – Caritasdirektor Pfarrer Oliver Merkelbach begrüßt das Vorhaben von Innenminister Horst Seehofer (CSU), in Zukunft 25 Prozent der aus dem Mittelmeer aus Seenot geretteten Menschen zu übernehmen. Seehofers Vorstoß sieht Merkelbach als ersten und zielführenden Schritt, um die Migrationspolitik in Europa zu regeln. „Wir brauchen eine breitere Solidarität auf europäischer Ebene und verlässliche Absprachen, was jeder europäische Staat zur Rettung der Menschen beitragen will.“ Der Caritasdirektor rief heute in Stuttgart dazu auf, klar Farbe für Menschlichkeit zu bekennen und die aus Seenot geretteten Menschen offen aufzunehmen. „Staat und Gesellschaft können die Aufnahme dieser Menschen gut leisten, wenn wir den Geflüchteten mit entsprechender Haltung gegenüberstehen“, so der Caritasdirektor.

Merkelbach betonte, dass nach wir vor Tag für Tag vier Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken. „Wir wünschen uns ein Ende der unsäglichen und zynischen Diskussion, ob Menschen aus Seenot gerettet werden sollen. Diese Menschen aufzunehmen, muss eine humanitäre Selbstverständlichkeit sein. Hysterie und Kritik an Seehofers Haltung, die jetzt wieder ritualhaft aus einschlägigen Kreisen anklingt, führen in der Sache nicht weiter.“ Gefragt seien vielmehr Vorschläge, wie legale Wege der Asylsuche und Migration in Europa aussehen können. Gerade das Fehlen von legalen Wegen treibe die Menschen in die Hände von Schleppern.

Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

Kontakt
Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
Eva-Maria Bolay
Strombergstraße 11
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0711/2633-1288
bolay@caritas-dicvrs.de
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EuGH zu Ursprungsland: Auf Ort der Ernte kommt es an

EuGH zu Ursprungsland: Auf Ort der Ernte kommt es an

EuGH zu Ursprungsland: Auf Ort der Ernte kommt es an

Wird Obst oder Gemüse in Deutschland geerntet, ist Deutschland auch dann das Ursprungsland, wenn das Obst oder Gemüse zuvor in einem anderen Land herangezogen wurde. Das hat der EuGH entschieden.

Ursprungsbezeichnungen bei Lebensmitteln beschäftigen häufiger die Gerichte. Der Verbraucher soll über die Herkunft der Lebensmittel durch die Ursprungsbezeichnung nicht in die Irre geführt werden, so die Wirtschaftskanzlei MTR Rechtsanwälte https://www.mtrlegal.com.

Der EuGH hat nun mit Urteil vom 04.09.2019 entschieden, dass Obst und Gemüse, in konkreten Fall Champignons, auch dann die Kennzeichnung „Ursprungsland Deutschland“ tragen dürfen, wenn sie in einem anderen Land aufgezogen wurden und nur die Ernte in Deutschland stattfindet (Az. C-686/17).

Konkret wurden Champignons in den Niederlanden in Kulturkisten gezüchtet. Kurz vor der Ernte wurden sie nach Deutschland gebracht, geerntet und mit „Ursprungsland Deutschland“ etikettiert. Dagegen klagte ein Wettbewerbsverband. Die Bezeichnung sei für die Verbraucher irreführend, weil alle wesentlichen Produktionsschritte außerhalb Deutschlands erfolgen.

Der EuGH sah das anders. Entscheidend sei das europäische Zollrecht. Laut dem Unionszollkodex gelte das Land als Ursprungsland, in dem die Ernte stattfinde. Nähere Erläuterungen zur Aufzucht seien nicht notwendig.

Im Wettbewerbsrecht erfahrene Rechtsanwälte können beraten.

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MTR Rechtsanwälte www.mtrlegal.com ist eine wirtschaftsrechtliche ausgerichtet Rechtsanwaltskanzlei. Die Anwälte beraten insbesondere im gesamten Wirtschaftsrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht, Kapitalmarktrecht und Bankrecht, IT Recht, IP Recht und Vertriebsrecht. Mandanten sind nationale und internationale Gesellschaften und Unternehmen, institutionelle Anleger und Private Clients. MTR Rechtsanwälte sind international tätig und befinden sich in Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart.

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?Weltkindertag: Kinderarbeit an der Tagesordnung

?Weltkindertag: Kinderarbeit an der Tagesordnung

(Mynewsdesk) München – Weltweit müssen zum Weltkindertag über 150 Millionen Kinder arbeiten, statt zur Schule zu gehen. Weitere 40 Millionen Kinder müssen in Bordells und privaten Haushalten in moderner Sklaverei leben. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer weltweit zum Weltkindertag (20.9.) hin.

145 Staaten feiern am 20. September 2019 den Weltkindertag. Einmal im Jahr wird damit auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder und die Wahrung ihrer Rechte aufmerksam gemacht. Doch die Kinderrechte, die vor 30 Jahren in der UN-Kinderrechtskonvention verankert wurden, werden weiterhin weltweit missachtet. „Kinder müssen arbeiten, müssen ohne Familie auf der Straße leben, können nicht zur Schule gehen, werden geschlagen oder sind sexueller Gewalt ausgesetzt“, kritisiert Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Der UN-Kinderrechtskonvention sind 1989 mehr Staaten beigetreten als allen anderen UN-Konventionen, nämlich alle Mitgliedsstaaten. Einzige Ausnahme: die USA. Washington hatte das Übereinkommen im Jahr 1995 unterzeichnet, seither verweigert der US-Senat jedoch die für eine Ratifizierung nötige Zweidrittelmehrheit. „Diese Rechte werden in praktisch allen Ländern immer noch viel zu wenig geachtet“, erklärt Yassin. „Selbst in Deutschland sind die Kinderrechte immer noch nicht im Grundgesetz verankert“, kritisiert Yassin. Immerhin sehe der Koalitionsvertrag der Großen Koalition die Aufnahme ins Grundgesetz vor, bis Ende 2019 solle ein Vorschlag erarbeitet werden. 

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im SOS-Kinderdörfer weltweit

Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit mehr als 575 Kinderdörfern und rund 2.000 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 135 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.

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Kinder müssen in Autos besser vor Tabakrauch geschützt werden

Kinder müssen in Autos besser vor Tabakrauch geschützt werden
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Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert den Bundesrat auf, mit einer Änderung des Bundesnichtraucherschutzgesetzes Kinder und Schwangere besser vor den Gefahren des Passivrauchens in Autos zu schützen. Nach Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums ist die Giftstoffbelastung durch Raucherinnen und Raucher im Auto extrem hoch. Selbst bei leicht geöffnetem Fenster ist die Konzentration mancher toxischer Partikel teils fünfmal so hoch wie in einer durchschnittlichen Raucherkneipe. Deshalb reichen nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes Appelle allein nicht aus. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen muss hier endlich gesetzlich abgesichert werden.

„In vielen europäischen Ländern, beispielsweise in Frankreich, Finnland, Großbritannien, Italien und Österreich, ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakrauch in Fahrzeugen bereits gesetzlich geregelt. Studien in Kanada, wo es in weiten Teilen des Landes bereits seit längerer Zeit ein entsprechendes gesetzliches Rauchverbot gibt, haben gezeigt, dass das Rauchen in Autos in Anwesenheit von Kindern dadurch deutlich abgenommen hat. Diesen Beispielen sollten wir umgehend folgen. Kinder haben nach der UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf ein erreichbares Höchstmaß an Gesundheit“, betont Anne Lütkes, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes, im Vorfeld der heutigen Bundesratsdebatte über den Gesetzesantrag der Länder Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zur Änderung des Bundesnichtraucherschutzgesetzes.

Laut Deutschem Krebsforschungszentrum sind rund eine Million Kinder in Deutschland Tabakrauch im Auto ausgesetzt. Ein Rauchverbot in Fahrzeugen, wenn Kinder mitfahren, befürworten nach einer aktuellen Umfrage rund 88 Prozent der Bevölkerung in Deutschland und selbst 80 Prozent der Raucherinnen und Raucher. Eine Expertise des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages von Oktober 2015 kommt zu dem Ergebnis, dass ein Rauchverbot in Fahrzeugen mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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19. September 2019

Bewegung als Lernunterstützung – Interview mit Didaktikerin Michaela Sambanis (FU Berlin) zu Embodied Learning

Bewegung als Lernunterstützung - Interview mit Didaktikerin Michaela Sambanis (FU Berlin) zu Embodied Learning

(Mynewsdesk) Der Fachunterricht findet im Sitzen statt. Dieser Grundsatz hält sich hartnäckig in deutschen Schulen. Gleichzeitig bewegen sich laut aktueller Studie des Karlsruher Instituts für Technologie, der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und des Robert-Koch-Instituts 80 Prozent der Kinder zu wenig. Im Interview schildert Professorin Dr. Michaela Sambanis, Autorin des Buches „In Motion – Theaterimpulse für das Sprachenlernen“, welche Möglichkeiten Embodied Learning für das Lernen und insbesondere das Sprachenlernen eröffnet, warum Bewegung im Sportunterricht allein nicht ausreicht und wie Lehrerinnen und Lehrer konkrete Impulse in ihren Unterricht einbauen können.

Was ist Embodied Learning?

„Unter Embodied Learning werden Ansätze zusammengefasst, die die enge Interaktion zwischen Körper und Geist berücksichtigen und fürs Lernen nutzen. Bewegung im Fachunterricht bedarf in der Regel keiner Materialien, lässt sich oft spontan durchführen, kann den Lernertrag nach-weislich verbessern und hat sogar noch positive Nebenwirkungen, zum Beispiel die Erhöhung der Bewegungszeiten. Der Einsatz von Bewegungen im Fachunterricht bietet großes Potenzial, das noch nicht in dem Maß ausgeschöpft wird, wie es möglich wäre. Bewegung sollte als Lernunterstützer mehr Raum bekommen, um der engen Verbindung von Körper und Geist in fachlichen Lernprozessen Rechnung tragen zu können. Zusätzlich geht es darum, das lange, nicht gesundheitsförderliche Sitzen in der Schule immer wieder zu durchbrechen und damit einen Beitrag zur Gesundheit der Lernenden zu leisten. Dies ist in der digitalisierten Welt von heute eine noch größere Verantwortung als in früheren Zeiten.“

Welche Rolle spielt Bewegung bei der Konzentration?

„Nicht nur in der Schule, auch im Alltag, müssen wir unsere Aufmerksamkeit gezielt ausrichten, um neue Inhalte erschließen zu können. „Konzentrier dich mal!“ – diese Aufforderung ist für Lernende, ob jung oder alt, manchmal gar nicht so leicht umzusetzen. Eine Faustregel besagt, dass sich Kinder für eine Dauer konzentrieren können, die etwa ihrem Lebensalter mal zwei in Minuten entspricht, dann ist die Schwelle der Erschöpfung erreicht. Lehrkräfte wissen, dass es dann wenig Sinn macht, den Stoff weiter „durchzuziehen“, zugleich aber möchte man keine Unterrichtszeit verlieren. Genau aus diesen Gründen sollte man, wenn die Klasse müde oder zappelig wird, ein paar Minuten in eine spontan eingeschobene Bewegungsphase investieren. Danach sind die Chancen für „Konzentrier dich mal!“ deutlich besser.“

Was ist der Mehrwert von bewegten Lerneinheiten?

„Studien zeigen, dass Lerninhalte, zu denen eine Bewegung zugeordnet wird und bei denen Inhalte und Bewegung mehrfach zusammen wiederholt wurden, meist dauerhafter im Gedächtnis verankert bleiben. Das liegt daran, dass durch die Bewegung im Gehirn eine zusätzliche motorische Spur zu dem Inhalt angelegt wird, die maßgeblich dazu beiträgt, dass der Lerninhalt solide verankert wird und gut abrufbar bleibt. Neben einer möglichen Steigerung des Lernertrags liegt ein deutlicher Mehrwert von bewegten Lerneinheiten auch in der Aktivierung der Ler-nenden, im Durchbrechen von Eintönigkeit oder Langeweile sowie in dem Gruppen(zugehörigkeits)erlebnis: Bewegungsangebote führen oft zu gemeinsamem Lachen. Das entspannt, verbindet und trägt zu einem guten Klassenklima bei.“

Warum findet im Unterricht so wenig Bewegung statt?

„Vielerorts hält sich noch die Vorstellung, dass für Bewegung der Sportunterricht zuständig sei, man im Fachunterricht hingegen die Kognition adressiere. Es gibt aber auch ganz pragmatische Gründe, warum manche Lehrkräfte Schwierigkeiten haben, Bewegung in ihren Fachunterricht zu bringen: Manchmal sind es enge Klassenräume, manchmal ist es die Sorge, gerade von Jugendlichen nicht ernst genommen zu werden, wenn man vorschlägt, mit Bewegungen zu arbeiten. Für die Platzproblematik lassen sich in der Regel vor Ort erste Lösungen finden. Eine Notlösung bilden auch Bewegungsangebote, die im Sitzen durchgeführt werden – nicht optimal, aber ein Kompromiss.“

Inwiefern fördern bewegte Impulse insbesondere das Sprachenlernen?

„Bewegungen lassen sich letztlich in jedem Unterrichtsfach als „Learning Tool“ nutzen, beim Sprachenlernen liegt der Gedanke aber ganz besonders nahe, weil Sprachen und Bewegung untrennbar verwoben sind und zusammenwirken. In Kommunikationssituationen sind es keineswegs nur die Wörter, die Botschaften transportieren, sondern ebenso sogenannte über- und außersprachliche Mittel wie klangliche Merkmale, körperliche Nähe oder Distanz und natürlich die mimischen und gestischen Botschaften. Beim Lernen einer Fremdsprache versucht unser Gehirn, noch nicht vertraute Lautfolgen von Wörtern einzuspeichern. Das Simulieren von typischen Situationen durch Mimik, Gestik und stimmliche Mittel, in denen etwa eine neue Vokabel gebraucht werden kann, sorgt dafür, dass das neue Wort zum Leben erweckt wird. Außerdem hilft es dabei, sich an bereits vertraute Situationen zu erinnern, das Neue zu kontextualisieren und damit einen Ansatzpunkt für das Einspeichern zu schaffen.“

Wie kann Embodied Learning im Unterricht konkret eingesetzt werden?

„Bewegung kann, als kurze Erfrischungsphase eingesetzt, hilfreich und sinnvoll sein. Wir merken uns oft Dinge zusammen mit Informationen zu den Orten, an denen wir sie gelernt haben. Beispielsweise hat sich das Einführen neuer Vokabeln an unterschiedlichen Stellen im Klassenzimmer als vielversprechend erwiesen. Hier können sprachliche Anweisungen mit Bewegungen verbunden werden, zum Beispiel im Raum umhergehen als husche man über heißen Sand. Eine kleine Sequenz von Pilates-Übungen oder das Herumgeben eines Impulses im Kreis sind weitere Beispiele. Im Unterricht lassen sich auch durch diverse Arbeits- und Sozialformen Alternativen zum Lernen im Sitzen finden, etwa an verschiedenen Stationen oder in wechselnder Personenkonstellation, für die man den eigenen Platz verlassen muss.“

Zur Person: Professorin Dr. Michaela Sambanis ist Lehrstuhlinhaberin für die Didaktik des Eng-lischen an der Freien Universität Berlin. Zuvor war sie Projektleiterin am TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) an der Universität Ulm. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Verknüpfen von Wissensbeständen aus unterschiedlichen Disziplinen wie der Neurowissenschaft, Didaktik, Psychologie und den Erziehungswissenschaften.

Buchtipp:

In Motion – Theaterimpulse zum Sprachenlernen
Michaela Sambanis und Maik Walter
Taschenbuch, 80 Seiten, Cornelsen Verlag 2019
ISBN 978-3-589-16550-6; EUR 14,99

Im Buch blättern unter:  cornelsen.de

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Der Cornelsen Verlag zählt zu den führenden Anbietern für Bildungsmedien im deutschsprachigen Raum. Das Verlagsprogramm umfasst über 23.000 Titel für alle Fächer, Schulformen und Bundesländer von der frühkindlichen Bildung über Lehr- und Lernsysteme für die weiterführenden Schulen und die beruflichen Schulen bis hin zu Bildungsmedien für die Erwachsenenbildung und pädagogische Fachliteratur. Am Verlagssitz in Berlin und sieben weiteren Standorten arbeiten über 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit mehr als 70 Jahren gestaltet Cornelsen die Bildungslandschaft maßgeblich mit. Dabei verbindet der Anbieter für Lehr- und Lernmaterial didaktische Kompetenz, den engen Austausch mit seinen Kunden sowie Servicedenken mit Innovationsfreude und Partnerschaftlichkeit. Von guten Noten bis zum Abschluss, von Sprachkenntnissen für den Urlaub bis zum Fachwissen für den Beruf: Mit maßgeschneiderten Cornelsen-Produkten begleitet der Verlag für Bildungsmedien Lernende entlang ihrer Bildungsbiografie und unterstützt sie dabei, ihre persönlichen Lernziele zu erreichen. Zur Verlagsgruppe gehören neben dem Cornelsen Verlag auch renommierte Marken wie Duden, Verlag an der Ruhr, Veritas als größtem österreichischem Bildungsverlag und Online-Plattformen wie scook und Duden Learnattack. Als innovatives Unternehmen schafft Cornelsen begeisternde Bildungslösungen, die individuellen Lernerfolg ermöglichen.  www.cornelsen.de: https://www.cornelsen.de/?campaign=banner/PR/2018

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18. September 2019

?Gesetz schützt Mädchen in Indonesien erstmals vor Kinderehe / Bisher eines von vier Mädchen minderjährig verheiratet

(Mynewsdesk) Jakarta – Durchbruch im Kampf gegen die Kinderehe in Indonesien: Nach Angaben der SOS-Kinderdörfer hat das indonesische Parlament jetzt beschlossen, das Mindestalter für Mädchen bei Eheschließung auf 19 Jahre zu erhöhen. Bislang galt das Ehegesetz von 1974, nach dem Jungen mit 19 heiraten durften, Mädchen aber bereits mit 16. „Dadurch waren viele Mädchen schutzlos der frühzeitigen Verheiratung ausgeliefert. Wir sind sehr froh über diese wichtige Änderung, für die wir uns seit langem politisch wie gesellschaftlich eingesetzt haben“, sagt Gregor Nitihardjo, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Indonesien. Die Gesetzesänderung soll bereits im Oktober erfolgen.

Laut Angaben der Organisation wird in Indonesien im Durchschnitt eines von vier Mädchen minderjährig verheiratet – viele sogar unter 16. Pro Jahr seien das offiziellen Angaben zufolge etwa 340.000 Mädchen. „Zumeist verlassen die Mädchen dann die Schule, verlieren jeglichen Einfluss auf ihr Leben und bleiben im Kreislauf der Armut gefangen“, erklärt Nitihardjo.

Durch das neue Gesetz sei die Gefahr für Mädchen allerdings nicht gebannt. „Entscheidend ist, dass die neue Regelung auch wirklich in die Praxis umgesetzt und weiter Aufklärungsarbeit geleistet wird.“ Denn besonders in armen Familien und Gemeinden werde die Kinderehe häufig als geeignetes Mittel angesehen, um die wirtschaftliche Situation zu verbessern – auch, wenn sie oft ein Martyrium für die Mädchen bedeute.

Die SOS-Kinderdörfer setzen sich seit vielen Jahren in Indonesien und anderen Ländern gegen die Kinderehe ein. Unter anderem fördert die SOS-Familienhilfe in Indonesien die Schul- und Ausbildung von 1000 Mädchen, leistet Aufklärungsarbeit in Bezug auf Schwangerschaftsverhütung und unterstützt Familien dabei, Alternativen zur Kinderehe zu finden. Mit mehreren Petitionen ist die Organisation auch politisch gegen die Kinderehe in Indonesien aktiv geworden.

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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit mehr als 575 Kinderdörfern und rund 2.000 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 135 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.

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EuGH: Schutz des Urheberrechts für Muster und Modelle nur beschränkt möglich

EuGH: Schutz des Urheberrechts für Muster und Modelle nur beschränkt möglich

EuGH: Schutz des Urheberrechts für Muster und Modelle nur beschränkt möglich

Auch wenn die Jeans perfekt sitzt und gut aussieht ist sie deshalb noch nicht urheberrechtlich geschützt. Das hat der EuGH mit Urteil vom 12. September 2019 entschieden (Az.: C-683/17).

Nach der ständigen Rechtsprechung des EuGH kann jeder originale Gegenstand, der Ausdruck einer eigenen geistigen Schöpfung des Urhebers ist, als Werk eingestuft und urheberrechtlich geschützt werden kann. Folglich können auch Muster und Modelle unter Umständen als Werk urheberrechtlich geschützt sein, erklärt die Wirtschaftskanzlei MTR Rechtsanwälte https://www.mtrlegal.com/.

Allerdings hat der EuGH mit seinem aktuellen Urteil die Messlatte für den urheberrechtlichen Schutz von Mustern und Modellen hochgelegt. Demnach kann Modellen nicht allein deshalb Urheberschutz zukommen, wenn sie über ihren Gebrauchszweck hinaus eine spezielle ästhetische Wirkung haben.

Vor dem EuGH ging es um den Streit zweier Modehersteller. Ein Produzent warf dem anderen vor, einige seiner Jeans und Shirts zu kopieren und auf den Markt zu bringen. Zwar könnten auch Muster und Modelle als Werk urheberrechtlich geschützt werden, allerdings verfolge der Schutz von Mustern und Modellen andere Ziele als der Urheberrechtsschutz und unterliege auch anderen Regelungen, erklärte der EuGH.

Der Schutz von Mustern und Modellen umfasse Gegenstände, die neu und individualisiert, aber für den Gebrauch und Massenproduktion gedacht sind. Dieser Schutz sei zeitlich begrenzt und soll auch den Wettbewerb nicht übermäßig einschränken, führte der EuGH aus. Der Urheberrechtsschutz sei zeitlich deutlich ausgedehnter und beziehe sich auf Gegenstände, die als Werke eingestuft werden können. Die Gewährung urheberrechtlichen Schutzes für einen bereits als Muster oder Modell geschützten Gegenstand dürfe nicht dazu führen, dass die unterschiedlichen Zielsetzungen beeinträchtigt werden.

Die kumulative Gewährung des Urheberrechtsschutzes für Muster und Modelle sei daher nur in engen Grenzen möglich. Kein Kriterium dafür, ob ein Modell oder Muster auch als Werk eingestuft werden kann, sei seine ästhetische Wirkung. Voraussetzung für die Einstufung als Werk sei vielmehr, dass der Gegenstand hinreichend genau und objektiv identifizierbar und eine geistige Schöpfung des Urhebers ist.

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EuGH: Schutz des Urheberrechts für Muster und Modelle nur beschränkt möglich

EuGH: Schutz des Urheberrechts für Muster und Modelle nur beschränkt möglich

EuGH: Schutz des Urheberrechts für Muster und Modelle nur beschränkt möglich

Auch wenn die Jeans perfekt sitzt und gut aussieht ist sie deshalb noch nicht urheberrechtlich geschützt. Das hat der EuGH mit Urteil vom 12. September 2019 entschieden (Az.: C-683/17).

Nach der ständigen Rechtsprechung des EuGH kann jeder originale Gegenstand, der Ausdruck einer eigenen geistigen Schöpfung des Urhebers ist, als Werk eingestuft und urheberrechtlich geschützt werden kann. Folglich können auch Muster und Modelle unter Umständen als Werk urheberrechtlich geschützt sein, erklärt die Wirtschaftskanzlei MTR Rechtsanwälte https://www.mtrlegal.com/.

Allerdings hat der EuGH mit seinem aktuellen Urteil die Messlatte für den urheberrechtlichen Schutz von Mustern und Modellen hochgelegt. Demnach kann Modellen nicht allein deshalb Urheberschutz zukommen, wenn sie über ihren Gebrauchszweck hinaus eine spezielle ästhetische Wirkung haben.

Vor dem EuGH ging es um den Streit zweier Modehersteller. Ein Produzent warf dem anderen vor, einige seiner Jeans und Shirts zu kopieren und auf den Markt zu bringen. Zwar könnten auch Muster und Modelle als Werk urheberrechtlich geschützt werden, allerdings verfolge der Schutz von Mustern und Modellen andere Ziele als der Urheberrechtsschutz und unterliege auch anderen Regelungen, erklärte der EuGH.

Der Schutz von Mustern und Modellen umfasse Gegenstände, die neu und individualisiert, aber für den Gebrauch und Massenproduktion gedacht sind. Dieser Schutz sei zeitlich begrenzt und soll auch den Wettbewerb nicht übermäßig einschränken, führte der EuGH aus. Der Urheberrechtsschutz sei zeitlich deutlich ausgedehnter und beziehe sich auf Gegenstände, die als Werke eingestuft werden können. Die Gewährung urheberrechtlichen Schutzes für einen bereits als Muster oder Modell geschützten Gegenstand dürfe nicht dazu führen, dass die unterschiedlichen Zielsetzungen beeinträchtigt werden.

Die kumulative Gewährung des Urheberrechtsschutzes für Muster und Modelle sei daher nur in engen Grenzen möglich. Kein Kriterium dafür, ob ein Modell oder Muster auch als Werk eingestuft werden kann, sei seine ästhetische Wirkung. Voraussetzung für die Einstufung als Werk sei vielmehr, dass der Gegenstand hinreichend genau und objektiv identifizierbar und eine geistige Schöpfung des Urhebers ist.

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17. September 2019

Cornelsen Kulturstiftung bringt Neuen Kammern von Sanssouci historische Skulpturen zurück

Cornelsen Kulturstiftung bringt Neuen Kammern von Sanssouci historische Skulpturen zurück

(Mynewsdesk) Mit einer Fördersumme von 278.000 Euro hat die Cornelsen Kulturstiftung die Rückkehr von vier Marmorskulpturen vor den Neuen Kammern von Sanssouci ermöglicht. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten konnten die 1749 von Friedrich dem Großen für Sanssouci erworbenen Skulpturen wieder am ursprünglichen Ort aufgestellt werden. Sie zeigen naturverbundene Figuren der antiken Mythologie: Sonnengott Apollo, den Hirten Endymion einen Faun sowie Narziss am Wasser.

Mit ihrer „Anschubfinanzierung“ hat Ruth Cornelsen die Wiederherstellung des Skulpturenensembles angeregt, auch um weitere Spender zu motivieren. Damit bilden die vier Figuren den Auftakt von insgesamt 24 Skulpturen, mit denen die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Zukunft wieder die Gartenseite der Neuen Kammern schmückt.

„Der Vergangenheit Zukunft geben“ ist das Leitmotiv von Stifterin Ruth Cornelsen, die mit ihrer vor über 20 Jahren gegründeten Cornelsen Kulturstiftung Berlin und Potsdam bereits zahlreiche historische Kostbarkeiten geschenkt hat. Mithilfe der Stiftung konnten bedeutende Schlösser und Denkmale der Region sowie zahlreiche Kirchen und Kapellen instand gesetzt und restauriert werden. Darüber hinaus ermöglichte die Cornelsen Kulturstiftung wertvolle Anschaffungen für Museen und Gärten.

Für ihr großes Engagement wurde die Stifterin bereits mehrfach ausgezeichnet. Aus der Hand des Bundespräsidenten erhielt sie Deutschlands höchste Auszeichnung, das „Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“. Außerdem wurden ihr der Verdienstorden des Landes Berlin und des Landes Brandenburg zuerkannt. Vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft erhielt sie die „Richard-Merton-Ehrennadel“. Auch das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz ehrte sie mit der „Silbernen Halbkugel“. Zuletzt erhielt sie Frankreichs höchsten Ehrentitel, der Nationalorden der Ehrenlegion.

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Cornelsen Verlag

Die Cornelsen Kulturstiftung will historische Bauten vor dem Verfall und damit vor dem Vergessen bewahren und stellt alle Stiftungserträge für die Denkmalpflege in Berlin und Potsdam zur Verfügung.

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